Schiller

Schịl|ler 〈m.; -s; unz.〉
1. Farbenglanz, wechselndes Farbenspiel (z. B. eines Stoffes)
[→ schillern]

* * *

I
Schiller,
 
Schimmer, das bunte Farbenspiel, das manche Kristalle (z. B. Mondstein, Opal) bei der Betrachtung aus verschiedenen Richtungen zeigen; kommt bei Kristallen v. a. dadurch zustande, dass entlang bestimmten Kristallflächen Einlagerungen von Blättchen oder Kriställchen anderer Stoffe oder feine Haarrisse und Hohlräume vorhanden sind, an denen Licht reflektiert, gebeugt und gestreut wird.
 
II
Schịller,
 
1) Ferdinand Canning Scott, britischer Philosoph deutscher Herkunft, * Ottensen (heute zu Buxtehude) 16. 8. 1864, ✝ Los Angeles (Kalifornien) 6. 8. 1937; lehrte seit 1893 in Ithaca (New York), 1897-1926 in Oxford (Großbritannien), seit 1930 Professor in Los Angeles; beeinflusst von G. W. F. Hegel und W. James, einer der Hauptvertreter des Pragmatismus. Seine als Humanismus bezeichnete subjektivistische Lehre, nach der die Wirklichkeit durch menschliches Denken und Handeln erschaffen wird, wurde u. a. von B. Russell kritisiert. Ihre Wirksamkeit lag darin begründet, dass sie mit zeitgenössischen darwinistischen Auffassungen übereinzustimmen sowie bestimmte Fortschritts- und Freiheitsvorstellungen zu rechtfertigen schien. Wahrheit und Wert bemessen sich für Schiller am Maßstab der zweckhaften Nützlichkeit.
 
Werke: Humanism (1903); Studies in humanism (1907); Formal logic (1912); Our human truths (1939).
 
Humanismus (1911; deutsche Auswahl).
 
 2) Johann Christoph Friedrich von (seit 1802), Dichter, * Marbach am Neckar 10. 11. 1759, ✝ Weimar 9. 5. 1805. Sein Vater, Johann Caspar Schiller (* 1723, ✝ 1796), absolvierte die militärische Laufbahn, bevor er die Leitung der Hofgärtnerei des Lustschlosses Solitude bei Stuttgart übernahm; die Mutter war die Marbacher Wirtstochter Elisabeth Dorothea Schiller, geboren Kodweis (* 1732, ✝ 1802).
 
 Der junge Schiller
 
1765/66 besuchte Schiller die Dorfschule in Lorch, 1767 die Lateinschule in Ludwigsburg, da er später in den württembergischen Kirchendienst treten wollte. Jedoch musste sich Schillers Vater der (dreimaligen) Aufforderung des Herzogs Karl Eugen von Württemberg, er solle seinen Sohn in die 1771 neu gegründete »Militärische Pflanzschule« auf Schloss Solitude schicken, schließlich beugen. Anfang 1773 trat Schiller in die Schule ein, wo ihn ein streng geregeltes Kasernenleben erwartete. Die herzogliche Willkür bestimmte ihn zum Studium der Rechte. Ende 1775, als die Schule nach Stuttgart verlegt und in »Karlsschule« umbenannt wurde, wechselte er auf eigenen Wunsch zur Medizin. Die frühesten erhaltenen Gedichte schrieb Schiller unter dem Einfluss F. G. Klopstocks; auch dramatische Entwürfe entstanden. Im Oktober 1779 reichte Schiller seine erste, allerdings abgelehnte Dissertation ein, 1780 eine zweite (»Versuch über den Zusammenhang der thierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen«). Der physische Zwang, den Schiller in der Akademie erfuhr, und die Einsicht in die Bedrohung der geistigen Freiheit verhinderten nicht, dass Schiller den Ansichten zeitgenössischer Popularphilosophie folgte, nach der die fortschreitende Vervollkommnung der Tugend den Menschen der Glückseligkeit immer näher bringe.
 
Im Dezember 1780 wurde Schiller in Stuttgart als Regimentsmedikus angestellt. Zu dieser Zeit waren »Die Räuber« fast abgeschlossen, das Drama erschien Mitte 1781 im Selbstverlag, anonym und mit fingiertem Druckort. Kurz darauf bot der Intendant des Mannheimer Nationaltheaters, W. H. von Dalberg, Schiller an, »Die Räuber« nach einer gründlichen Bearbeitung aufzuführen. Am 13. 1. 1782 fand die Uraufführung statt, in Anwesenheit Schillers, der unerlaubt ins kurpfälzische Ausland gereist war; sie löste Begeisterung und Tumulte aus. Ein anderer bedeutender dichterischer Ertrag dieser Zeit im militärisch-ärztlichen Dienst, in der Schiller durch ein burschikos-ungestümes Leben einen Ausgleich zur militärischen Reglementierung suchte, war die in der ebenfalls anonym erschienenen »Anthologie auf das Jahr 1782« (1782) gesammelte frühe Lyrik, in der sich rhetorischer Formenreichtum und Anklänge an Klopstock, G. A. Bürger und A. von Haller zeigen; thematisch spannt sich der Bogen vom ekstatischen Preis der Schöpfung (»An die Sonne«) über das Grauen vor dem Tod (»Gruppe aus dem Tartarus«), Sozialkritik (»Die Kindsmörderin«) bis hin zur Liebeslyrik (»Laura«-Gedichte). Gleichzeitig machte er sich mit der zeitgenössischen deutschen Literatur vertraut.
 
Eine zweite unerlaubte Reise nach Mannheim im Mai 1782 wurde dem Herzog bekannt, der daraufhin eine vierzehntägige Arreststrafe verhängte. Als Schiller wenig später jede nichtmedizinische Schriftstellerei streng verboten wurde, floh er mithilfe seines Freundes J. A. Streicher in der Nacht vom 22. auf den 23. 9. 1782 aus Stuttgart. Nach kurzem Aufenthalt in Mannheim, wo Schillers Rezitation der ersten (nicht erhaltenen) Fassung des »Fiesco« keinen günstigen Eindruck hinterließ, wandte er sich nach Frankfurt am Main, dann nach Oggersheim (heute zu Ludwigshafen am Rhein), wo er im Spätherbst 1782 »Fiesco« umarbeitete. Auch diese Fassung wurde von Dalberg für eine Aufführung in Mannheim nicht angenommen. Aus seiner katastrophalen finanziellen und auch psychischen Lage rettete ihn Karoline Freifrau von Wolzogen, die Mutter des Stuttgarter Akademiekameraden und späteren Schwagers Wilhelm Freiherr von Wolzogen, die ihm auf ihrem Gut Bauerbach bei Meiningen Zuflucht gewährte. Er arbeitete dort v. a. an dem bürgerlichen Trauerspiel »Luise Millerin« (auf A. W. Ifflands Veranlassung »Kabale und Liebe« genannt), dessen Abschluss sich durch seine Begeisterung für den Don-Carlos-Stoff verzögerte. Ende Juli 1783 kehrte Schiller nach Mannheim zurück, wo er am 1. September für ein Jahr als Theaterdichter angestellt wurde. Noch einmal arbeitete Schiller die inzwischen gedruckte und bereits in Bonn (20. 7. 1783) und Frankfurt am Main (8. 10. 1783) aufgeführte Tragödie »Die Verschwörung des Fiesco zu Genua« um. Die Mannheimer Aufführung am 11. 1. 1784 hatte nur geringen Erfolg. Hingegen rief die Mannheimer Erstaufführung von »Kabale und Liebe« am 15. 4. 1784 (vorangegangen war die Uraufführung in Frankfurt am Main am 13. 4. 1784) stürmischen Beifall hervor. - 1784 wurde Schiller zum ordentlichen Mitglied der angesehenen »Kurfürstlichen Deutschen Gesellschaft« gewählt, in der er am 26. 6. 1784 eine Rede hielt: »Vom Wirken der Schaubühne auf das Volk« (später unter dem Titel »Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich wirken?« in der »Rheinischen Thalia«, 1785, Heft 1; schließlich unter dem Titel »Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet« in den »Kleineren prosaischen Schriften«, 1802). Dalberg verlängerte den Theaterdichter-Vertrag mit Schiller nicht. Doch blieb Schiller zunächst in Mannheim, weil er hoffte, sich durch eigene Veröffentlichungen, so v. a. durch die Herausgabe einer von ihm gegründeten Zeitschrift (»Rheinische Thalia«, 1785), halten zu können. Jedoch wuchs seine Schuldenlast, an der auch die Ernennung zum »Weimarischen Rat« im Dezember 1784 durch den Herzog Karl August nichts änderte. Da Schiller von den wenigen freundschaftlichen Beziehungen, wie der zu Charlotte von Kalb, keine Hilfe erwarten konnte, nahm er im Dezember 1784 die Verbindung zu einem Kreis sächsischer Verehrer um C. G. Körner auf und folgte im April 1785 dessen Einladung nach Leipzig. Körner blieb für lange Zeit Schillers hilfsbereiter Freund und kunstverständiger Briefpartner.
 
 Schiller in Sachsen, Weimar und Jena
 
Schiller blieb zunächst einige Monate in Gohlis (heute zu Leipzig), wo er in G. J. Göschen einen neuen Verleger fand, und siedelte im September 1785 nach Loschwitz (heute zu Dresden), im Oktober nach Dresden über. Die Sicherheit der äußeren Lebenslage, die freundschaftliche Atmosphäre des Kreises um Körner schlugen sich nieder in der durch Beethovens Vertonung (Schlusschor der 9. Sinfonie) berühmt gewordenen Ode »An die Freude« (gedruckt in »Gedichte«, Band 2, 1803). In Dresden konnte er »Dom Karlos, Infant von Spanien« abschließen (Uraufführung 29. 8. 1787 in Hamburg, gedruckt 1787, später meist unter dem Titel »Don Carlos«); weitere Erträge dieser Zeit sind die »Philosophische Briefe« (in: »Thalia«, Heft 3, 1786; Heft 7, 1789), die Erzählung »Verbrecher aus Infamie« (in: »Thalia«, Band 1, Heft 2, 1787; 1792 in: »Kleinere prosaische Schriften« unter dem Titel »Der Verbrecher aus verlorener Ehre«) sowie der Roman »Der Geisterseher« (in: »Thalia«, Band 1 und 2, 1787-89). Dennoch führten die Zwänge der Existenz als freier Schriftsteller zur allmählichen Stagnation seiner produktiven Kräfte. Der Entschluss zur Veränderung wurde bestärkt durch eine unglückliche Liebesbeziehung zu Henriette von Arnim (* 1768, ✝ 1847).
 
Am 20. 7. 1787 verließ Schiller Dresden, einen Tag später traf er in Weimar ein. Hier schloss er sich zunächst erneut Charlotte von Kalb an und kam auch mit J. G. Herder und v. a. C. M. Wieland in nähere Beziehung. Er beschäftigte sich fast ausschließlich mit historischen Studien, deren erste Frucht die »Geschichte des Abfalls der Vereinigten Niederlande von der Spanischen Regierung« (1788) war. Aufgrund dieses Werkes erhielt Schiller eine unbesoldete Geschichtsprofessur in Jena. Am 11. 5. 1789 zog Schiller nach Jena um, am 26. 5. hielt er vor einem begeisterten Auditorium seine Antrittsvorlesung »Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?« (1789). Die Beschäftigung mit der Geschichte ließ ihm nur wenig Zeit für poetische Arbeiten, auch hatte er bereits seit der Mannheimer Zeit gesundheitliche Probleme. Dennoch entstanden Gedichte wie »Die Götter Griechenlands« (1788) und »Die Künstler« (1789) sowie die Erzählung »Spiel des Schicksals« (1788); eine Buchausgabe des »Geistersehers« folgte 1789 (unter dem Titel »Der Geisterseher. Eine Geschichte aus den Memoiren des Grafen von O**«). Da die wissenschaftliche Tätigkeit, v. a. die mühevolle Arbeit an der »Geschichte des dreißigjährigen Krieges« (3 Bände, 1790-92), seinen Lebensunterhalt nicht sicherte, war Schiller gezwungen, diverse historische Werke und kleinere Arbeiten und Vorreden (z. B. zu F. G. de Pitavals »Merkwürdigen Rechtsfällen«, 4 Bände, 1792-95) herauszugeben sowie seine Zeitschrift »Thalia« (1786-91) fortzuführen (»Neue Thalia«, 1792-93; das letzte Heft erschien erst 1795 mit Schillers kleineren philosophischen Abhandlungen »Über den Grund des Vergnügens an tragischen Gegenständen«, »Über die tragische Kunst«, »Vom Erhabenen«). Daneben beschäftigte er sich mit antiker Dichtung (Euripides, Vergil). Durch das Studium der zeitgenössischen Philosophie, besonders durch die Auseinandersetzung mit I. Kant (seit 1791), suchte er Klarheit über die Erkenntnisfähigkeit und geistig-sittliche Bestimmung des Menschen und über das Wesen und die Aufgabe der Kunst zu gewinnen.
 
Schon 1787 hatte Schiller während eines Aufenthaltes in Rudolstadt Luise von Lengefeld und ihre Töchter Karoline und Charlotte kennen gelernt. Ein längerer Besuch im Sommer und Herbst 1788 hatte die Verbindung vertieft. Im August 1789 verlobte sich Schiller mit Charlotte, am 22. 2. 1790 folgte die Hochzeit. Ein Jahr später erkrankte Schiller an einer lebensgefährlichen Krankheit (vermutlich einer kruppösen Pneumonie mit trockener Rippenfellentzündung). Er erholte sich nur langsam. Die Folgen der Krankheit, die ihn in immer neuen Anfällen bis zum Tod verfolgten, bedeuteten fortan eine stets akute Bedrohung, der sich Schiller voll bewusst war. Mit nie ermüdender Energie schuf er, rastlos und gewaltsam, das große philosophisch-ästhetische und dichterische Werk seiner Reifezeit. - Aus wirtschaftlicher Bedrängnis rettete ihn 1791 ein dreijähriges (später um zwei Jahre verlängertes) Ehrengehalt des Herzogs Friedrich Christian II. von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (* 1765, ✝ 1814) und des dänischen Finanzministers Ernst Heinrich Graf von Schimmelmann (* 1747, ✝ 1831). Die beiden folgenden Jahre dienten v. a. dem Studium der Ethik und Ästhetik Kants sowie der Arbeit an der Grundlegung einer eigenen Anthropologie, Ethik und Ästhetik (»Über Anmut und Würde«, 1793; »Kallias«-Briefe an Körner, 1793; »Über die ästhetische Erziehung des Menschen«, 1795; »Ueber naive und sentimentalische Dichtung«, in: »Die Horen«, 1795 und 1796). In den scharfsinnigen, brillanten Briefen an den dänischen Herzog verdeutlichte Schiller, dass ihn die Französische Revolution inspiriere, die Erfordernisse einer »modernen« Poesie zu beschreiben, die sich von der klassischen Antike notwendig unterscheide: Diese ist (wie die Goethes) »naiv«, während die moderne Literatur im und vom Widerspruch zwischen Ideal und Wirklichkeit lebt.
 
Eine Reise zu Körner nach Dresden im Frühjahr 1792 und ein Aufenthalt in seiner schwäbischen Heimat von August 1793 bis Mai 1794 unterbrachen Schillers tätige Zurückgezogenheit. Angebote einer Tübinger Professur lehnte er ab. Die Begegnung mit dem Tübinger Verleger J. G. Cotta führte zu einer engen geschäftlichen und persönlichen Verbindung, deren erstes wichtiges Ergebnis die Gründung der Zeitschrift »Die Horen« war. Zu den bedeutsamen Begegnungen Schillers gehörte die mit W. von Humboldt.
 
 Schillers Freundschaft mit Goethe
 
Seit 1794 bahnte sich, nach zunächst distanziertem Verhältnis, die Freundschaft zwischen Schiller und Goethe an: Schiller lud Goethe zur Mitarbeit an der Redaktion der »Horen« ein; dessen Zusage, ein von beiden geführtes anregendes Gespräch anlässlich einer Tagung der »Naturforschenden Gesellschaft« in Jena über Goethes Auffassungen zur »Metamorphose der Pflanzen« sowie Schillers ebenso werbender wie klug charakterisierender Brief zu Goethes Geburtstag standen am Beginn des intensiven geistigen Austauschs, der ein Höchstmaß an einander ergänzender und korrigierender künstlerischer Produktivität zur Folge hatte: Unter anderem regte Schiller den Freund zur Fortsetzung der Arbeit am »Faust« an, Goethe nahm lebhaften Anteil am »Wallenstein« (die drei Teile wurden am 12. 10. 1798, 30. 1. 1799 und 20. 4. 1799 einzeln in Weimar uraufgeführt); ebenso wichtig war die Diskussion ästhetischer Grundfragen. Der »Briefwechsel« zwischen Schiller und Goethe (von Goethe zuerst 1828-29 in 6 Bänden herausgegeben) diente auch der Selbstverständigung beider über Probleme der eigenen künstlerischen Produktion. Die »klassische« Epoche deutscher Dichtung wurde weitgehend durch diesen Freundschaftsbund bestimmt (Weimarer Klassik).
 
Seit 1795 wandte sich Schiller wieder der Dichtung zu, auch, weil er für »Die Horen« (1795-97) und den zuerst 1795 (dann jährlich bis 1799) herausgegebenen »Musenalmanach« (für die Jahre 1796-1800) geeignete Beiträge benötigte. In der Folge entstanden Schillers formvollendete und gedankentiefe Lehrgedichte, u. a. »Das Ideal und das Leben« (1795 unter dem Titel »Das Reich der Schatten«), »Das verschleierte Bild zu Sais« (1795), »Würde der Frauen« (1796), »Die Macht des Gesanges« (1796) und die »Klage der Ceres« (1797). Der wichtigste Ertrag dieser Zeit bestand aber in den zusammen mit Goethe verfassten »Xenien« (in: »Musenalmanach für das Jahr 1797«, 1796), mit denen die Dichter in die zeitgenössischen Literaturdebatten eingriffen, eine verflachte Aufklärungsliteratur verspotteten und den Kunstanspruch der »Horen« verteidigten. Der »Xenienstreit« brachte den beiden mehr Ablehnung als Zustimmung. Mit dem Jenaer Romantikerkreis um F. Schlegel geriet Schiller schon früh in inneren und äußeren Gegensatz, der schließlich zum offenen Bruch führte. Die unmittelbare Zusammenarbeit Goethes und Schillers setzte sich im »Balladenjahr« 1797-98 fort (von Schiller u. a. »Der Ring des Polykrates«, »Die Kraniche des Ibykus«, »Der Gang nach dem Eisenhammer«, »Ritter Toggenburg«, »Der Taucher«, »Der Handschuh«, »Die Bürgschaft«; alle gedruckt 1797 beziehungsweise 1798 in »Musenalmanach für das Jahr 1798« beziehungsweise »1799«).
 
 Letzte Jahre in Weimar
 
Nachdem Schiller bereits 1791 wegen seines Gesundheitszustandes sein Lehramt aufgegeben hatte, siedelte er im Dezember 1799 nach Weimar über, um Goethe und besonders dem Theater näher zu sein. Von der Anschauung der praktischen Theaterarbeit erhoffte er sich für seine Pläne wesentliche Hilfe. Obwohl er von abermaliger schwerer Krankheit Anfang 1800 nicht mehr gesundete, vollendete Schiller neben Bühnenbearbeitungen und Übersetzungen nahezu Jahr für Jahr ein neues Drama: Am 14. 6. 1800 wurde in Weimar »Maria Stuart« uraufgeführt (gedruckt 1801), am 11. 9. 1801 in Leipzig »Die Jungfrau von Orleans« (gedruckt 1801), am 19. 3. 1803 in Weimar »Die Braut von Messina« (gedruckt 1803), am 17. 3. 1804 in Weimar »Wilhelm Tell« (gedruckt 1804); der »Demetrius« blieb unvollendet (Fragment gedruckt 1815). - Von den Bühnenbearbeitungen und Übersetzungen sind zu nennen Shakespeares »Macbeth« (1801), C. Gozzis »Turandot« (1802) sowie J. Racines »Phèdre« (1805). Neben dem dramatischen Werk stehen Gedichte, die in klassischen Versmaßen meist philosophischen Ideen Ausdruck verleihen, u. a. »Der Antritt des neuen Jahrhunderts« (1801), »Die vier Weltalter« (1802), »Die Huldigung der Künste« (1805); auch mythologische Stoffe gestaltete er neu (»Hero und Leander«, 1801; »Kassandra«, 1802).
 
Am 4. 2. 1802 bezog Schiller sein eigenes Haus in Weimar. In der Folge erwog er, die kleine Residenz zu verlassen, doch verzichtete er letztlich darauf, auch als sich ihm 1804 die Möglichkeit einer Übersiedlung nach Berlin bot. Von einem schweren Krankheitsanfall im Juli 1804 erholte sich Schiller nicht mehr. Seine sterblichen Überreste wurden 1827 vom alten Friedhof der Sankt Jakobs-Kirche in die Weimarer Fürstengruft übergeführt.
 
 Der Dichter der Freiheit
 
Der Konflikt von Natur und Freiheit, Trieb und Geist hatte schon das philosophische Denken des jungen Schiller beherrscht. Von Anfang an verfocht er - zunächst noch ganz im Sinne des Sturm und Drang - leidenschaftlich die Idee der Freiheit, so schon in den »Räubern«, wo der Held aus Weltverbesserungswillen zum Verbrecher wird, so in »Kabale und Liebe«, wo mit bis dahin nicht gekannter Deutlichkeit die tödlichen absolutistischen Machtmechanismen enthüllt werden. Entscheidend für Schiller wurde dann die Auseinandersetzung mit Kants Philosophie, die er selbstständig weiterentwickelte. Während Kant das Primat der Pflicht betont, ist für Schiller vollendete Sittlichkeit (»Würde«) allein in der Versöhnung von Pflicht und Neigung möglich. In der Anmut erscheinen geistige und leibliche Schönheit als ästhetische Harmonie (»Über Anmut und Würde«). Das Drama »Dom Karlos« spiegelt den Übergang zum historisch fundierten philosophischen Ideendrama, in dem weltgeschichtliche und sittliche Entscheidungen ausgetragen werden; die Figur des Marquis Posa verkörpert das Ideal einer kommenden, höheren und freien Menschheit. Hatten Schillers frühe Dramen seine Fähigkeit zu realistischer Darstellung gezeigt (Musikus Miller in »Kabale und Liebe«), so war es das Bestreben des reifen Dramatikers, Kunst über alles, was nur »Stoff« ist, hinauszuheben und - antikisierend - dem gleichsam zeitlosen Konflikt von Schuld und Schicksal unterzuordnen (»Die Braut von Messina«). Dabei interessieren ihn die Großen mit ihren Machtspielen (»Maria Stuart«) nicht weniger als aus dem Volk hervorgegangene Befreiergestalten (»Die Jungfrau von Orleans«, »Wilhelm Tell«). Das weit gediehene Fragment »Demetrius« weist wieder stärkere Züge realistischer Geschichtsdramatik auf. Immer geht es um Freiheit und Notwendigkeit, um Legitimität des Handelns oder deren Verfehlen im komplexen geschichtlichen Geschehen.
 
Schillers Lyrik ist Ausdruck des Gedankens von der Teilhabe des Menschen an der idealen Wertwelt. In seinem schmalen erzählerischen Werk erwies sich Schiller als illusionsloser Psychologe, der sich auch von kriminalistischen Stoffen angezogen fühlte. Künstlerischer Höhepunkt der Prosa sind seine philosophisch-ästhetischen Schriften.
 
 
Schon von seinen Zeitgenossen war Schiller enthusiastisch gefeiert, aber auch heftig angegriffen worden. Nach seinem frühen Tod wurde er bald zum Objekt kultischer Verehrung (Denkmäler, Feiern), die sein Leben, hier besonders die Jugendjahre und die Beziehung zu Goethe, zum Gegenstand literarischer Fiktionen machte (z. B. H. Laube, »Die Karlsschüler«, 1846; T. Mann, »Schwere Stunde«, 1905; W. von Molo, »Der Schiller-Roman«, 4 Teile, 1912-16). Wie Goethe und neben diesem wurde er - auch mit fragwürdigen Implikationen - zur Symbolfigur deutscher Geistesgröße und zum Lieferanten allzeit zitierbarer Lebensweisheit. Im Streit, wer der größere Klassiker sei, spiegelten sich politische und ideologische Positionen. Liberale, Demokraten und Sozialdemokraten gaben im 19. Jahrhundert häufig Schiller den Vorzug (Schiller-Feiern 1859). Dagegen setzte F. Nietzsche sein Verdikt vom »Moral-Trompeter von Säckingen«. Im Kaiserreich und danach wurde Schiller zum Nationalheros stilisiert. Auf den Spielplänen deutscher Bühnen blieben Schillers Dramen mit unterschiedlichen Schwerpunkten stets präsent.
 
Direkte literarische Traditionslinien lassen sich nur schwer ausmachen, die Balladendichtung, die historische Epik und Dramatik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts sowie die Kunsttheorie des Neuklassizismus wurden von Schiller zumindest indirekt beeinflusst; ebenso empfingen die russische Literatur (v. a. F. M. Dostojewskij), aber auch Schriftsteller des 20. Jahrhunderts wie B. Brecht und T. Mann wichtige Impulse von ihm. Wie die populäre Schiller-Rezeption und die Schiller-Dramaturgie muss auch die Schiller-Forschung zum Teil im Zusammenhang mit der weltanschaulichen Funktionalisierung seines Werks gesehen werden. Der Positivismus bemühte sich u. a. um die Erhellung der Biographie und Werkgeschichte (z. B. J. Minor, »Schiller«, 2 Bände, 1889-90), die geistesgeschichtliche Schule um das intuitive Erfassen des Künstlers und seines Schaffens (z. B. F. Strich, »Schiller«, 1912), die nach 1945 dominierende textimmanente Methode wiederum um die formale Analyse des Werks als Sprachkunstwerk (z. B. E. Staiger, »F. Schiller«, 1967). Dem Andenken Schillers sind zahlreiche Kultur- und Literaturpreise gewidmet, so u. a. der »Große Schiller-Preis« der Schweizer Schillerstiftung, die Schillerpreise der Städte Mannheim und Marbach am Neckar sowie der Schiller-Gedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg.
 
 
Ausgaben: Sämmtliche Schriften, herausgegeben von K. Goedeke u. a., 15 Bände in 17 Teilen (1867-76); Sämtliche Werke, herausgegeben von E. von der Hellen u. a., 16 Bände (1904); Werke. Nationalausgabe, begründet von J. Petersen, fortgeführt von L. Blumenthal u. a. (1943 folgende); Gespräche, herausgegeben von F. von Biedermann (6.-10. Tausend 1974); Sämtliche Werke, herausgegeben von G. Fricke, 5 Bände (6-91980-93); Der Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe, herausgegeben von S. Seidel, 3 Bände (1984); Briefe, herausgegeben von E. Streitfeld und V. Žmegač (Neuausgabe (1986); Werke und Briefe, herausgegeben von O. Dann u. a., auf 12 Bände berechnet (1988 folgende); Sämtliche Werke, bearbeitet von J. Perfahl u. a., 5 Bände (1-51990).
 
 
Allgemeines, Leben und Werk:
 
S.s Persönlichkeit. Urtheile der Zeitgenossen u. Documente, hg. v. M. Hecker u. a., 3 Bde. (1904-09, Nachdr. 1976, 1 Bd.);
 T. Mann: Versuch über S. (1955);
 G. von Wilpert: S.-Chronik. Sein Leben u. Schaffen (1958);
 W. Dilthey: S. (Neuausg. 1959);
 W. Muschg: S. Die Tragödie der Freiheit (Bern 1959);
 R. Buchwald: S. Leben u. Werk (51966);
 
S.s Leben u. Werk in Daten u. Bildern, hg. v. B. Zeller u. a. (1966);
 
S.s Leben dokumentarisch in Briefen, zeitgenöss. Berichten u. Bildern, hg. v. W. Hoyer (1967);
 G. Storz: Der Dichter F. S. (41968);
 
F. S., hg. v. B. Lecke, 2 Bde. (1969-70);
 H. Koopmann: S.-Komm., 2 Bde. (1969);
 H. Koopmann: F. S., 2 Bde. (21977);
 H. Koopmann: S.-Forschung: 1970-1980 (1982);
 H. Koopmann: S. Eine Einf. (1988);
 G. Ueding: S.s Rhetorik. Idealist. Wirkungsästhetik u. rhetor. Tradition (1971);
 G. Ueding: F. S. (1990);
 
F. S. Zur Geschichtlichkeit seines Werkes, hg. v. K. L. Berghahn (1975);
 G. Kaiser: Von Arkadien nach Elysium. S.-Studien (1978);
 B. von Wiese: F. S. (41978);
 E. Middell: F. S. Leben u. Werk (Leipzig 21982);
 J. Bolten: F. S. Poesie, Reflexion u. gesellschaftl. Selbstdeutung (1985);
 K. L. Berghahn: S. Ansichten eines Idealisten (1986);
 Hans Mayer: Versuche über S. (1987);
 
F. S. - Angebot u. Diskurs, hg. v. H. Brandt (Berlin-Ost 1987);
 P. Lahnstein: S.s Leben (Neuausg. 1990);
 
S., Aspekte neuer Forschung, hg. v. N. Oellers (1990);
 F. Burschell: F. S. (195.-199. Tsd. 1995);
 N. Oellers: F. S. Zur Modernität eines Klassikers (1996);
 P.-A. Alt: S. Leben - Werk - Zeit, 2 Bde. (2000).
 
 
J. Petersen: S. u. die Bühne. Ein Beitr. zur Litteratur- u. Theatergesch. der klass. Zeit (1904, Nachdr. New York 1967);
 
W. Spengler: Das Drama S.s. Seine Genesis (1932);
 
K. L. Berghahn: Formen der Dialogführung in S.s klass. Dramen (1970);
 
G. Sautermeister: Idyllik u. Dramatik im Werk F. S.s. Zum geschichtl. Ort seiner klass. Dramen (1971);
 
S. Zur Theorie u. Praxis der Dramen, hg. v. K. L. Berghahn u. a. (1972);
 
D. Borchmeyer: Tragödie u. Öffentlichkeit. S.s Dramaturgie im Zusammenhang seiner ästhetisch-polit. Theorie u. die rhetor. Tradition (1973);
 
I. Graham: S., ein Meister der trag. Form. Die Theorie in der Praxis (a. d. Engl., 1974);
 
H. Rischbieter: F. S., 2 Bde. (21975);
 
A. Siekmann: Drama u. sentimental. Bewußtsein. Zur klass. Dramatik S.s (1980);
 
R. Blesch: Drama u. wirkungsästhet. Praxis. Zum Problem der ästhet. Vermittlung bei S. (1981);
 
S.s Dramen, hg. v. W. Hinderer (Neuausg. 1992).
 
Geschichte und Philosophie:
 
T. Neumann: Der Künstler in der bürgerl. Gesellschaft. Entwurf einer Kunstsoziologie am Beispiel der Künstlerästhetik F. S.s (1968);
 
A. Wirth: Das schwierige Schöne. Zu S.s Ästhetik (1975);
 
H.-G. Pott: Die schöne Freiheit. Eine Interpretation zu S.s Schr. Über die ästhet. Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen (1980);
 
B. Schläpfer: S.s Freiheitsbegriffe (Bern 1984);
 
A. Dedring: Register zu den vermischten Schr. S.s in Bd. 22 der S.-Nationalausg. (1991).
 
 
E. Lohner: S. u. die moderne Lyrik (1964);
 
N. Oellers: S. Gesch. seiner Wirkung bis zu Goethes Tod (1967);
 
N. Oellers: 50 Jahre S.-Nationalausg. - u. kein Ende? (1991);
 
S., Zeitgenosse aller Epochen. Dokumente zur Wirkungsgesch. S.s in Dtl., hg. v. N. Oellers, 2 Bde. (1970-76);
 
Gudrun Schulz: Die S.-Bearbeitungen Bertolt Brechts (1972);
 
A. H. Lyngstad: Dostoevskij and S. (Den Haag 1975);
 
G. Ruppelt: S. im natsoz. Dtl. Der Versuch einer Gleichschaltung (1979);
 
S. in Dtl. 1781-1970. Materialien zur S.-Rezeption, hg. v. E. D. Becker (21979);
 
Schau-Bühne. S.s Dramen 1945-1984, bearb. v. H.-D. Mück u. a., Ausst.-Kat. (1984).
 
Bibliographien:
 
K. Goedeke: Grundr. zur Gesch. der dt. Dichtung, Bd. 5 (21893, Nachdr. Nendeln 1975);
 
S.-Bibliogr., hg. v. den Nat. Forschungs- u. Gedenkstätten der klass. Dt. Lit. in Weimar, 4 Tle. (Berlin-Ost 1959-89);
 
H. Koopmann: S.-Forschung 1970-1980 (1982).
 
 
Jb. der Dt. Schillergesellschaft, hg. v. F. Martini u. a. (1957 ff.).
 
 3) Julius, Astronom und Augustinermönch in seiner Vaterstadt Augsburg, lebte wohl im 16. Jahrhundert Sein Himmelsatlas »Coelum Stellatum Christianum«, der eine Umbenennung der alten Sternbilder in Bilder aus Bibel und Heiligenlegenden vornimmt, erschien 1627 im Anschluss an den Himmelsatlas von Johann Bayer.
 
 4) Karl August Fritz, Volkswirtschaftler und Politiker, * Breslau 24. 4. 1911, ✝ Hamburg 26. 12. 1994; 1947-72 Professor an der Universität Hamburg und Direktor des Instituts für Außenhandel und Überseewirtschaft; seit 1946 Mitglied der SPD, 1948-53 Wirtschaftssenator in Hamburg, 1961-65 in Berlin; 1965-72 Mitglied des Bundestags (u. a. wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion). Als Bundeswirtschaftsminister (1966-72; 1971-72 zugleich auch Bundesfinanz-Minister) erarbeitete Schiller, Verfechter des Keynesianismus und Befürworter der Globalsteuerung, gemeinsam mit F. J. Strauss das Stabilitätsgesetz (1967) und suchte durch die »konzertierte Aktion« die Zusammenarbeit der Sozialpartner zu fördern. Innerparteiliche Kritik löste 1972 seinen Rücktritt als Minister und Vorstandsmitglied der SPD sowie seinen Parteiaustritt aus (Wiedereintritt 1980). Bis in die 1990er-Jahre war er als wirtschaftspolitischer Berater von Unternehmen und Regierungen im In- und Ausland (z. B. Mitglied des Wissenen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft) sowie als kritischer Ratgeber seiner Partei tätig. - Schiller galt als einer der kompetentesten Wirtschaftspolitiker der deutschen Nachkriegsgeschichte.
 
 
Werke: Marktregulierung und Marktordnung in der Weltagrarwirtschaft (1940); Sozialismus und Wettbewerb (1955); Zur Wachstumsproblematik der Entwicklungsländer (1960); Betrachtungen zur Geld- und Konjunkturpolitik (1984); Der schwierige Weg in die offene Gesellschaft. Kritische Anmerkungen zur deutschen Vereinigung (1994).
 
Ausgabe: Reden zur Wirtschaftspolitik, 10 Bände (1966-72, ab Band 9 unter dem Titel Reden zur Wirtschafts- und Finanzpolitik).
 
 5) Leon, eigentlich L. Jerzy Schiller de Schịldenfeld, polnischer Regisseur, * Krakau 14. 3. 1887, ✝ Warschau 25. 3. 1954; arbeitete an zahlreichen polnischen Bühnen sowie in Frankreich, Deutschland und Bulgarien. Beeinflusst von E. G. Craig und dem russischen Revolutionstheater, erarbeitete er Aufsehen erregende Inszenierungen, z. B. »Die Dreigroschenoper« (1929, B. Brecht und K. Weill) und »Brülle China!« (1932, S. M. Tretjakow).

* * *

Schịl|ler, der; -s, - [zu ↑schillern]: 1. (veraltend) <o. Pl.> schillerndes Farbenspiel, wechselnder Glanz: ein Grau mit grünlichem S. 2. (landsch.) Schillerwein.

Universal-Lexikon. 2012.

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